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Gedanken zum Thema:

Wie erkenne ich ob mein Partner abhängig ist

Es ist immer schwierig bei einem geliebten Menschen die Abhängigkeit zu erkennen, besonders weil und wenn der Betroffene versucht seine Probleme zu verbergen

Veränderungen im Verhalten

  • Übermäßiger Konsum: Dein Partner trinkt häufig und in größeren Mengen als früher, auch in Situationen, in denen es unangemessen ist (z. B. morgens, auf der Arbeit).
  • Geheimniskrämerei: Er versteckt Alkohol, trinkt heimlich oder versucht, den Konsum herunterzuspielen.
  • Stimmungsschwankungen: Alkoholabhängigkeit kann zu erhöhter Reizbarkeit, Wut oder Rückzug führen, besonders wenn die Person nicht trinkt.

körperliche Anzeichen

  • Entzugssymptome: Dein Partner zeigt Anzeichen wie Zittern, Schwitzen, Nervosität oder Übelkeit, wenn er keinen Alkohol konsumiert.
  • Toleranzentwicklung: Er benötigt immer größere Mengen Alkohol, um dieselbe Wirkung zu erzielen.
  • Schlechte körperliche Verfassung: Gewichtsverlust, gerötete Haut (besonders im Gesicht), Glasige oder blutunterlaufene Augen.

Soziale und berufliche Veränderungen

  • Probleme im Alltag: Schwierigkeiten, Verpflichtungen bei der Arbeit, in der Familie oder im sozialen Leben nachzukommen.
  • Isolation: Dein Partner zieht sich von Freunden und Familie zurück und bevorzugt Situationen, in denen Alkohol im Mittelpunkt steht.
  • Finanzielle Probleme: Häufiges Kaufen von Alkohol führt zu unerklärten Ausgaben oder Schulden.

Emotionale und psychische Hinweise

  • Verharmlosung und Abwehr: Dein Partner reagiert defensiv oder leugnet, wenn du ihn auf seinen Alkoholkonsum ansprichst.
  • Ständiges Denken an Alkohol: Er plant Aktivitäten rund um den Konsum oder spricht häufig darüber.
  • Depression oder Angst: Psychische Probleme können sowohl Ursache als auch Folge einer Abhängigkeit sein.

Alkohol als Bewältigungsstrategie

  • Stressbewältigung: Dein Partner greift regelmäßig zu Alkohol, um mit Stress, Problemen oder negativen Emotionen umzugehen.
  • Trinken in riskanten Situationen: Beispielsweise Autofahren unter Alkoholeinfluss oder Trinken trotz ärztlicher Warnungen.

Häufige Ausreden oder Rechtfertigungen

  • „Ich brauche nur ein Glas, um mich zu entspannen.“
  • „Es war ein harter Tag, ich habe es mir verdient.“
  • „Alle trinken, warum ist das ein Problem?“

Rückblick auf vergangenes Verhalten

  • Gescheiterte Versuche, den Konsum zu reduzieren: Dein Partner hat in der Vergangenheit möglicherweise versucht, weniger zu trinken, und ist gescheitert.
  • Unfälle oder rechtliche Probleme: Vorfälle im Zusammenhang mit Alkohol, wie Streitigkeiten, Unfälle oder gar Probleme mit der Polizei.

Was kannst Du tun?

Beobachte ohne Vorwürfe – Achte auf Muster, bevor du das Thema ansprichst. Sei geduldig und vermeide Schuldzuweisungen.

Führe ein offenes Gespräch – Wähle einen ruhigen Moment und sprich ehrlich über deine Sorgen: „Mir ist aufgefallen, dass du öfter trinkst, und ich mache mir Sorgen um dich.“

Biete Unterstützung an – Schlage vor, gemeinsam professionelle Hilfe zu suchen, wie einen Arzt, Therapeuten oder eine Selbsthilfegruppe.

Informiere dich – Lerne mehr über Alkoholabhängigkeit, um zu verstehen, wie du helfen kannst, ohne Co-Abhängigkeit zu fördern.

Setze Grenzen – Kläre, wie du dich schützen kannst, falls das Verhalten deines Partners zu Konflikten, Gewalt oder Missbrauch führt.

Eine offene Kommunikation ist wichtig, aber sei dir bewusst, dass eine Veränderung nur möglich ist, wenn dein Partner bereit ist, das Problem anzuerkennen und anzugehen. Falls du Unterstützung benötigst, wende dich an Beratungsstellen wie die Caritas, die Diakonie oder den Blauen Kreuz.

Akzeptiere, was du nicht kontrollieren kannst

  • Die Entscheidung liegt bei deinem Partner: Du kannst ihn nicht zwingen, Hilfe zu suchen oder mit dem Trinken aufzuhören.
  • Abstand nehmen, wenn nötig: Wenn das Verhalten deines Partners dich oder deine Familie gefährdet, kann es notwendig sein, zeitweilig auf Distanz zu gehen.

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